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zurück zu 9. Berufliche Ausbildung vs. Schulische Ausbildung
10. Ausbildungswunsch vs. Realität & Zukunft
Es zeigt sich, dass es (leider) mehrere Stereotype gibt:
- Schüler wollen gerne Mechatroniker bei BMW werden
- Schülerinnen wollen gerne Assistentin im ärztlichen Bereich oder Friseurin werden.
- Viele möchten einen eigenen Schreibtisch, einen PC und einen „sauberen“ Beruf
Diese Wünsche werden vielfach durch Familie, Freunde und kulturelles Umfeld geprägt. Aber leider passen diese nicht mit dem wahren Angebot zusammen.
Das Handwerk mit nur wenigen Mitarbeitenden wiederum hat eine große Herausforderung darin, den noch jungen Auszubildenden welche häufig noch in der Pubertät sind, die gesellschaftlichen Grundlagen wie Pünktlichkeit, Umgang etc. beizubringen – was nicht als notwendige Aufgabe angesehen wird.
Berufe, welche dann **tatsächlich** von Mittelschülern gewählt werden:
Eine Anfrage an ChatGPT zu den Top-Ausbildungsberufen in München der Jahre 2022 – 2024 ergibt folgendes Ergebnis. Jedoch ist hierbei zu beachten, dass diese NICHT nur von den Mittelschülern gewählt werden, sondern auch von den anderen Schulformen kommen.
Methodik: Zusammenführung öffentlicher Ranglisten/Statistiken (BA, BIBB/DAZUBI, Destatis, Statistisches Jahrbuch Bayern). Fokus auf Berufe mit hoher Nachfrage durch männliche Bewerber und verbreiteter Zugänglichkeit mit Haupt-/Mittelschulabschluss.
Quellen: (Auswahl, Stand 2024/2025):
• BA – AM kompakt: Situation am Ausbildungsmarkt 2023/24 (Top 10 nach Geschlecht)
• BA – Ausbildungsmarktbericht 2023/24; regionale ‚Top 10 der Bewerber‘
• BIBB – Datenreport 2024; DAZUBI (Merkmale: Geschlecht, Schulabschluss)
• Destatis – Berufliche Bildung (Tabellen/PM)
• Statistisches Jahrbuch Bayern 2024 – ‚Die zehn am stärksten besetzten Ausbildungsberufe in Bayern 2023 nach Geschlecht‘
SCHÜLER:
Jungen mit Mittelschulabschluss wählen besonders häufig handwerklich-technische Ausbildungsberufe. Kfz- und Elektroberufe (Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker) dominieren bundes- und bayernweit. Auch Metall- und Bauhandwerke (Maurer, Zimmerer, Metallbauer, Straßenbauer, Dachdecker) sind sehr stark vertreten. Ergänzend beliebt: Lager/Logistik sowie handwerkliche Berufe wie Maler/Lackierer, Tischler oder Bäcker. Damit konzentrieren sich männliche Bewerber deutlich stärker auf gewerblich-technische Ausbildungsfelder als Mädchen.

SCHÜLERINNEN:
Medizinische Assistenz sowie kaufmännische Büro-/Handelsberufe dominieren die Nachfrage von Bewerberinnen. Für Mittelschulabsolventinnen sind v. a. ZFA, Verkäuferin/Einzelhandel, PKA, Hotelfach, Fachverkauf sowie Teile der kaufmännischen Büroberufe gut zugänglich. Industriekauffrau, E-Commerce oder Immobilienkauffrau verlangen häufig mindestens den mittleren Schulabschluss. IT-Berufe gewinnen an Popularität, setzen aber öfter einen mittleren/weiterführenden Abschluss voraus.

Erfahrungen der Job Mentoren & Mentorinnen zeigen folgendes:
Von 30 Schülerinnen und Schülern in der 10M ist die **ungefähre** Aufteilung wie folgt:
~10 x FOS (W+M)
~6-7 MFA, ZFA, AFA (W)
~3-4 Mechatroniker (M)
~2-3 Sanitär/Heizung/Klima und andere Handwerke (M)
~4-5 Büro, Verwaltung (W)
~1 x Pflege (W)
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